ABS

Das Anti-Blockiersystem der Langzeitarbeitslosen nennt sich Arbeits-, Bildungs- und Strukturgesellschaft. Diese wird vom Jobcenter beauftragt,  sich etwas auszudenken, um die Arbeitsunwilligen wieder arbeitswillig zu machen. Und wenn schon nicht für den ersten Arbeitsmarkt, dann zumindest für alle Märkte, die danach aufgelistet werden.

Der brandenburger Landesverband der Arbeits-, Bildungs- und Strukturgesellschaften rief am 9. und 10. September in Schwedt zur Veranstaltung »Soziales Unternehmertum« zusammen, um den eigenen Blick auf sinnvolle und gesellschaftlich relevante Tätigkeiten zu schärfen. Verschiedene Ansätze sozialen Unternehmertums wurden eingeladen sich zu präsentieren und Alternativen zum festgefahrenen Anleiter(aktiv)-Teilnehmer(passiv)-Verhältnis aufzuzeigen. Führt nicht die Beteiligung aller Mitwirkenden an den Schaffungsprozessen (»Was möchtet ihr?« anstatt »Das müsst ihr machen!«) zu mehr sinnerfüllter Tätigkeit und damit zu mehr Identifikation, Motivation und Selbstvertrauen? Drückt sich Erfolg und Effizienz eines Unternehmens nicht auch durch eine soziale Komponente aus?  Soziales Engagement als Marke und mehr Zufriedenheit für alle?

Insgesamt waren es sehr gut organisierte zwei Tage und wir profitierten von einem anregenden Mix aus Workshops, Messeständen und Diskussionen. Unter anderem waren mit dabei be able, heidenspassquartiermeister, leMAT, otelo und die hupe – leider niemand von den LAL, den Langzeitarbeitslosen, über die die ganze Zeit gesprochen wurde …

Bei uns zu sehen: Hupe-Diashow im Autokino.

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