GESCHÄFTE

Muss ich mich bewegen, um vorwärts zu kommen?
Muss ich Kompromisse eingehen?
Muss man wachsen, um zu überleben?
Kann ich andere mobilisieren?
Kann jeder ein Geschäft betreiben?
Ist ein Bürojob an ein Büro gebunden?
Wer soll das bezahlen?
Brauch ich jemanden, der mir sagt, was zu tun ist?
Wäscht eine Hand die andere?
Ist es wichtig, woher man kommt?
Muss man laut sein, um gehört zu werden?
Muss ich alles selber machen?
Muss man sich ständig neu erfinden?
Was ist mein Talent?
Muss ich wissen, was ich will?
In was für einer Umgebung möchte ich leben?
Muss ich gut aussehen?
Kann man Sklave seiner eigenen Idee werden?
Wer versaut die Preise?
Was kann ich mit meiner Krankenkasse tauschen?
Braucht man reiche Eltern?
Muss ich gestresst sein, damit meine Arbeit akzeptiert wird?
Setzt Qualität sich durch?
Wie erklär ich das dem Finanzamt?
Bin ich altmodisch?
Muss ich morgens früh aufstehen?

Was machen Sie da eigentlich die ganze Zeit?

 

A U S T A U S C H

Ich tausche Grafik gegen Einblicke, Essen, Unterkunft, Gespräche und auch gegen Geld. Es gibt keine festen Preise, aber ungefähre Maßstäbe. Sie orientieren sich an meinem eigenen Bedarf und den Ausgaben, sowie wie an den Möglichkeiten meines Auftraggebers. Bietet der Tauschhandel keine gute Möglichkeit der Ent-lohnung, ist Geld nach wie vor ein bewährtes Zahlungsmittel.

Die Grundversorgung für mich und meinen jeweiligen Gast sollte in jedem Fall gesichert sein. Die materielle Entlohnung kann je nach Auftrag und Verhandlung eine Bio-Kiste mit Essen, einen Monat frei Campen auf dem Campingplatz, 20 Marmeladengläser, zehn Liter selbstgepresster Apfelsaft, ein neuer Haarschnitt oder eine Kanufahrt sein.

Neben meiner Arbeit möchte ich etwas über die Lebenssituation und »Geschäfte« in Brandenburg erfahren. Es geht darum herauszufinden, wie
Leute zu ihrem Geschäft gekommen sind, was ihnen an ihrer Arbeit wichtig
ist, was sie dafür in Kauf nehmen und welche Wertschätzung sie dafür
erhalten. Diese Arbeits- und Identitätssuche deckt sich mit meiner eigenen Situation: kann ich überhaupt nützlich sein, wofür werde ich
gebraucht und was sind meine Auftraggeber bereit dafür zu zahlen.

A N G E B O T

Das »Angebot« umfasst die gängigen Grafik-Produkten wie Speisekarten, Schilder, Plakate, Flyer, Postkarten, Visitenkarten, Logos, einfache
Webseiten, Stempel, Broschüren, Tattoo-Entwürfe, Imbissbuden-Umbenen-nung, Hochzeitseinladungen und so weiter.

Außerdem reagiere ich individuell auf Nachfrage und spezielle Wünsche. Mein »Angebot« umfasst dabei nur die künstlerische Arbeit. Produktionskosten und Material müssen von meinem Auftraggeber gestellt oder bezahlt werden.

» F E L D F O R S C H U N G «

Durch dass Leben und Arbeiten direkt bei meinem Auftraggeber eröffnet sich für beide Seiten ein bereichernder Blick. Ich versuche die Gegebenheiten vor
Ort aufzunehmen, führe Gespräche und mache Fotos. Dabei ergeben sich in
der persönlichen Auseinandersetzung oft tiefere Einblicke, als durch einen Fragebogen. Dennoch versuche ich durch Interviews die Eindrücke abzurunden und zu komplettieren.

Die Region
Was hat Sie hier an diesen Ort verschlagen?
Sehen Sie diesen Ort als Ihre Heimat?
Würden Sie von hier weg ziehen? Wohin und warum?
Mit wem haben sie zu tun? Wie ist die Vernetzung/Zusammenarbeit hier vor Ort?
Was zeichnet Brandenburg aus (wirtschaftlich und zum Leben)?
Wie hat sich mit der Wende verändert?
Wie sehen sie die Zukunft der Region?

Das Geschäft
Was haben Sie gelernt und bisher gearbeitet?
Wie bezeichnen Sie Ihr Geschäft und seit wann betreiben Sie es?
Hatten Sie Hilfe bei der Umsetzung?
Wie läuft Ihr Geschäft? (Können Sie mit Ihrem Geschäft ausreichend Geld verdienen, um davon zu leben?)
Wie sehen Sie die Zukunft von Ihrem Geschäft?
Finden Sie den Verdienst in angemessenem Verhältnis zum Aufwand?
Welche Kompromisse gehen Sie  für ihr Geschäft ein?
Was ist ihnen an ihrer Arbeit wichtig?
Bekommen sie für ihre Arbeit Anerkennung?
Wenn Sie nicht arbeiten müssten, was würden Sie tun?
Was ist Ihr Talent, was können Sie am besten?
Wie stellen Sie sich die idealen Arbeitsbedingungen vor?
Was ist für dich Arbeit/was bezeichnest du als Arbeit?
Haben Sie schon mal Tauschgeschäfte gemacht? Machen Tauschgeschäfte Sinn?
Sind sie zufrieden mit ihrer Lebens- und Arbeitssituation?

Das Design
Welche Aufgaben würden Sie an einen Grafik-Designer abgeben und was würden Sie selbst machen?
Bezeichnen Sie sich selbst als Designer?
Macht Grafik-Design hier in der Region Sinn?

Der Schluss
Verraten Sie mir ein Geschäftsgeheimnis?

F A Z I T

Die Auswertung der ersten Hupe-Tour ist zu persönlich und sensibel, um sie an dieser Stelle zu veröffentlichen. Interessenten stelle ich sie auf Anfrage gerne zur Verfügung.

 

 

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